WSG Wattens holt 0:0 in Altach
Der derzeit Zweitplatzierte der Regionalliga West, WSG Wattens trotzte bei strömenden Regen im Testspiel vor 150 Zuschauern dem Erstligisten SCR Altach ein torloses Remis ab.
Dabei machte die Kirchler-Elf eine ausgezeichnete Figur, aber überbewerten darf man das Resultat keineswegs. Die Altacher sind erst vor Kurzem aus dem einwöchigen Trainingslager in der Türkei nach Hause zurückgekehrt und einige Stammspieler wurden von Coach Adi Hütter geschont. Die Rheindörfler haben die harten Einheiten zuletzt deutlich gespürt und wirkten müde. Trotzdem, das Tiroler Spitzenteam spielte sehr gut mit und fand die eine oder andere ausgezeichnete Torchance vor. Die beste Chance vergab Lukas Wiedner. „Wir sind noch mitten der Vorbereitung, die Hälfte wurde absolviert und es war ein guter Test“, so Ex-ÖFB-Teamspieler Roli Kirchler. Laut Kirchler hat man noch vier Wochen Zeit bis zum Frühjahrsstart. „Es kommt noch die Schnelligkeit und Spritzigkeit, die uns derzeit fehlt. Wir sind vom trainingstechnischen auf dem richtigen Weg. Das macht Spaß“, meinte die schillernde Figur im österreichischen Fußball zu seiner Mannschaft Wattens.
WSG Wattens-Trainer Roli Kirchler: „Wir haben relativ viel trainiert in letzter Zeit. Wir sind froh darüber, dass man mit Altach einen sehr guten Testpartner gehabt hat. Gegen Altach ist es einfach ein sehr guter Test, sie sind eine absolute Spitzenmannschaft im Profigeschäft. Wir haben vor allem unser Defensivverhalten testen können und haben dies mit einer guten Figur gemacht. Youngster Markus Egger war ein großer Rückhalt. Wir haben aber auch zwei gute Einschussmöglichkeiten gehabt. Wir möchten unsere Linie fortsetzen drei bis fünf Routiniers und den Rest mit jungen, hungrigen Spielern in die Erste einbauen, das ist unser Ziel für die Zukunft. Ein Aufbau einer jungen Mannschaft hat oberste Priorität. Da können die Jungs viel lernen und sich präsentieren. Man hat auch den Unterschied zur Erste Liga gesehen in Form vom höheren Tempo. Die Leistung gegen Altach war aber vorbildhaft in allen Belangen, sei es läuferisch, kämpferisch oder auch die spielerischen Akzente waren durchaus in Ordnung.
Wattens-Trainer Roli Kirchler sieht im Frühjahrsdurchgang nicht nur einen Zweikampf zwischen Grödig und Wattens. „Wir müssen nicht unbedingt aufsteigen. Was überhaupt und generell im Profifußball passiert muss einmal hinterfragt werden. Die ganzen Unannehmlichkeiten, die auf Wattens allein mit der Anreise zu kommen könnten, sind nicht positiv. Am Freitag oder auch teilweise am Dienstag zu den Auswärtsspielen anreisen ist einfach unangenehm und wird nicht ohne Probleme gehen. Die Bundesliga muss sich einmal zu diesem Thema was einfallen lassen. Wir wollen natürlich sportlicher Natur ganz klar eine Liga höher hinauf, aber Sinn macht es derzeit nicht.
Die Meisterschaft der Westliga wird laut Roli Kirchler spannend bleiben. Es werden neben Grödig und Wattens noch mehr Teams in den Titelkampf eingreifen. Es hat sich im Endeffekt keine Spitzenmannschaft so gut verstärkt, dass es ein Solo geben wird. Es gibt kein Topfavorit. Es ist eigentlich traurig im Grunde genommen, will eigentlich keiner aufsteigen. Es ist in allen Ligen so. Es ist ein Chaos, es muss was passieren.

