Reformierung der Westliga nimmt konkrete Formen an
Erstes Treffen der drei westlichen Bundesländer-Geschäftsführer am Donnerstag in Innsbruck. Bevor in den nächsten Tagen die Vereine auf rlw.at selbst zu Wort kommen, berichten wir in einem Spezial-Nachweiner über die Hintergründe der geplanten Reform.
Die Westliga kommt einfach nicht zur Ruhe. Schon bei der Neustrukturierung der Erste Liga und der dadurch entstandenen heftigen Debatte einer Abschaffung der Regionalliga West vor einigen Monaten gingen die Ansichten weit auseinander und dies hat sich bis zum heutigen Tage nicht geändert. Eines vorweg: Aufgrund eines Vorschlag und Ausarbeitung einer Sportgruppe aus dem Tiroler-Fußballverband will man die Westliga auf alle Fälle neu reformieren und wieder zurück zu den alten Tugenden. Einig ist man sich, dass es auch in Zukunft eine dritte starke Leistungsstufe in Österreich braucht. Tirols Präsident Dr. Geissler, Vize Adi Stastny, Ali Ropic, Alfred Zainzinger und Gerhard Neurauther haben diesen Vorschlag ausgearbeitet und damit vor allem den Tiroler Klubs Rechnung getragen.
Tirols Fußballverband ist mit der derzeitigen Form der Westliga nicht mehr zufrieden. Die Tiroler wollen das in den 90er-Jahren praktizierte Frühjahrs Play-off einführen und zwar schon im Sommer 2010. Das würde heißen: Im Herbst spielen die Landesverbände Vorarlberg, Tirol und Salzburg eine Landesliga, die Topmannschaften im Frühjahr dann ein Play-off um den Aufstieg in die ADEG Erste Liga.
Bei der Sitzung am Donnerstag, 14. Jänner in Innsbruck mit den zuständigen Herren der drei Bundesländer soll ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht werden. Diese „Elefantenrunde“ soll die betreffenden Vereine überzeugen, dass eine derartige Reform Sinn macht. Es soll auf sportlicher Ebene in Zukunft eine Verbesserung erzielt werden. Laut des für Tirol zuständigen Sportchefs Adi Stastny ist durchaus schon eine Reformierung mit dem Spieljahr 2010/2011 vorstellbar. „Es muss ein großes Miteinander erreicht werden, dann ist das möglich.“ Die Bundesliga wird dieses Projekt Reformierung der Westliga nicht abschmettern und sicher zustimmen. Bis zum 5. März muss eine definitive Entscheidung fallen, ob dieser Weg in Zukunft eingeschlagen wird. Bis dahin wird es ein Treffen mit den Klubs in allen drei Bundesländern geben.
Für die Reformierung der Westliga müssen alle Vereine einverstanden sein. Früher oder später wird sich die neue Strukturierung der Westliga nicht mehr aufhalten.
VFV-Präsident Dr. Horst Lumper: „Dieses Projekt ist für die Vereine nicht uninteressant. Das kann man den Klubs in dieser Form auch verkaufen. So eine Lösung macht durchaus Sinn. Ich kann mir das auch vorstellen für die Zukunft.“ Für Lumper ist die Reformierung aber erst für die Saison 2011/2012 möglich. „Es sei denn, unsere Vereine wollen ebenfalls eine schnelle Änderung.“ Zuerst muss der Vorschlag am Donnerstag auf den Tisch und danach wird es ein schnelles Treffen mit den Klubs zwangsweise geben. Die Westliga ist in dieser Form bald Vergangenheit.
Meinungen zu dieser geplanten Reform sind erwünscht! Diskutiert darüber in unserem Fan-Forum oder schickt uns eine Mail an webmaster@rlw.at.

