Widerstand gegen die geplante Reform

In Vorarlberg kann man sich mit der geplanten Regionalliga-Reform anfreunden, Widerstand kommt von den Tiroler Topklubs und aus Salzburg.

Schon lange wird im bezahlten Fußball Österreichs (Erste Liga) und auch in der höchsten nationalen Amateurliga über einen neuen Spielmodus eifrig diskutiert. Vor allem eine neu ins Leben gerufene Regionalliga Vorarlberg, die schon ab Sommer 2010 in Kraft treten könnte, hätte für den Bregenzerwald Auswirkungen. Die Reform kann aber nur dann ab Sommer 2010 in Kraft trefen, wenn alle jetzigen RLW-Klubs aus den drei Bundesländern dies befürworten. Aus Salzburg kommt erheblicher Widerstand und auch die beiden Topklubs aus Tirol Kufstein und Wattens sind gegen diese Reform und möchten die Westliga in jetziger Form beibehalten.

Die beiden Wälder-Topklubs FC Bizau und FC Egg würde dieser Regionalliga Vorarlberg mit vielen renomierten Topklubs des Landes angehören. Für diese beiden Vereine wäre es eine Riesenherausforderung und für die gesamte Region des Bregenzerwaldes würden sich in Zukunft neue Perspektiven ergeben. Der enorme zusätzliche Aufschwung würde neue Dimensionen erreichen und der Fußball im Bregenzerwald noch einen größeren Stellenwert als es ohnehin schon darstellt, bei allen erzielen.

JOSEF „Mofa“ GREBER (Obmann FC Bizau):
Die Regionalliga Vorarlberg mit uns wäre ein Traum. Man redet schon lange von solch einer Konstellation. Ich beobachte die Entwicklung in der jetzigen Regionalliga West schon lange und glaube, dass es eine bessere Lösung gibt. Die neue Regionalliga Vorarlberg wäre für uns als Klub gewaltig und es würden sich viele Türen öffnen. In allen Belangen wäre die RL-Vorarlberg für den FC Bizau sehr reizvoll. Es würe ein zusätzlicher Aufschwung und Euphorie im jetzt schon sehr guten Vereinsleben entstehen. Wir würden sportlich sicher noch viel mehr gefordert und wirtschaftlich entstünden neue Quellen. Das Bergstadion als Zuschauermagnet und der Treffpunkt wäre ein gesellschaftliches Großereignis.

REINHARD ELBS (Trainer FC Egg):
Ich kann mir das nicht vorstellen, dass die geplante Reform der Westliga schon ab Sommer 2010 in Kraft tritt, erst ab der Saison 2011/2012. Für Egg eine große Herausforderung. Die größte Gemeinde im Bregenzerwald will stets in der höchsten Liga des Landes sein. Die Infrastruktur in der Junkerau ist 1a und wäre eine Belebung in jeder Hinsicht. Sollte die Reform aber doch schon ab Sommer 2010 kommen, müsste man sofort Überlegungen anstellen, in welche Richtung es in Egg in Zukunft gehen soll.

REGIONALLIGA VORARLBERG (nach derzeitigem Stand)
So könnte eine Regionalliga Vorarlberg ab Sommer 2010 ausschauen
FC Dornbirn, SC Bregenz, FC Hard, SCR Altach Amateure, Sparkasse FC BW Feldkirch, VfB Hohenems, FC Höchst, FC Bizau, Viktoria Bregenz, FC Egg
Im Herbst würden 18 Runden gespielt und die ersten drei bzw. zwei (im Falle eines Absteigers Dornbirn) steigen in die Regionalliga West (mit acht Mannschaften) auf. Der Sieger spielt Relegation um den Erstligaaufstieg.

Autor: Thomas Knobel
Veröffentlicht am: 14.01.2010, 11:06
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