Neuer Ligareform-Vorschlag präsentiert
Die Liga-Reform scheint bereits Geschichte zu sein bevor die Diskussion darüber erst so richtig begonnen hat. Die Salzburger Westligaklubs stimmten nämlich mit 5:0-Stimmen gegen die Reform.
In Innsbruck wurde den drei Verbands-Verantwortlichen der Bundesländer Tirol, Salzburg und Vorarlberg der neue Vorschlag zu einer Ligareform in der Regionalliga West präsentiert. Was Neues zu der bekannten Zukunftsidee, die die Tiroler-Sportverantwortlichen ausgearbeitet haben, wurde nicht bekannt. Jetzt wird der jeweilige Verband mit den betreffenden Westligaklubs intensive Gespräche führen. „Wenn von einem der drei Bundesländer ein klares Nein kommt, kommt dieser Vorschlag auf gar keinen Fall zustande“, so VFV-Geschäftsführer Horst Elsner. Elsner könnte auch mit dem neuen Konzept leben, aber laut ihm müssen die fünf Ländleklubs ganz klar darüber entscheiden, wie es in Zukunft weitergehen soll. Deadline ist am 5. März 2010, wo sich die Westliga-Verantwortlichen bei einer Sitzung darüber befinden werden.
Die fünf Salzburger Westligaklubs haben mit 5:0-Stimmen gegen eine Ligareform abgestimmt. Damit scheint dieses Thema schon abgehakt zu sein bevor es überhaupt konkret werden soll.
Der Initiator der ganzen Geschichte, Adi Stastny, für sportliche Belange des TFV zuständig, hat nur von einem „Vorschlag“ gesprochen, der präsentiert wurde und den es nun zum Überdenken gilt. Laut Stastny war beim Treffen in Innsbruck keine Tendenz erkennbar, jetzt sind die Vereine am Zug. In kleineren Gruppen soll mit den Vereinen weiter zu diesem Thema diskutiert werden. Höchstwahrscheinlich aber „Schade um die Zeit“.
Christian Haas (Sportdirektor SV Grödig): "Ein absoluter Wahnsinn nochmals über das schon einmal gescheiterte Konzept abzustimmen und die Zeit zu opfern darüber nachzudenken. Die Salzburger Klubs fahren schon jahrelang fast in ganz Österreich herum, uns fragt niemand. Viele Funktionäre denken nur an das Eigeninteresse. Wie soll ein Salzburger Talent in der Landesliga besser werden mit so einer Gegebenheit. Das Kabarett im österreichischen Fußball geht weiter. Man hat die zweite Profiliga Österreichs nicht einmal auf 16 Klubs aufgestockt. Viele Vereine haben keine oder wenige finanziellen Mittel sich überhaupt am Leben zu erhalten. Jetzt will man die Westliga abschaffen und nur auf zehn Klubs reduzieren, ein Blödsinn und absoluter Schwachsinn. Die Amateurteams in der Landesliga spielen zu lassen, das allein sagt schon alles. Und der Rest spielt im Frühjahr um die goldene Ananas, mindestens sechs Mal im Jahr gegeneinander. Die Westliga in dieser Form muss aus sportlicher Sicht bleiben."

