Oberstes Ziel ist der Klassenerhalt

Der frühere ÖFB-Nationalspieler Heimo Pfeifenberger wurde am Donnerstag als neuer Axams-Trainer vorgestellt. Mit ihm wollen die Tiroler das schier unmögliche Ziel "Klassenerhalt" schaffen.

In einem dürftigen Rahmen im Toni´s in Innsbruck wurde SPG Axams/Götzens-Neocoach Heimo Pfeifenberger vor relativ wenig Medieninteresse der Öffentlichkeit präsentiert. Gleich vorweg: Heimo Pfeifenberger hätte sich eine ganz andere Präsentation verdient. Initiator war Ex-Goalie Alfred Herskovits, er erfuhr erst wenige Minuten vor der Pressekonferenz, dass er auch die Ehre hat, Pfeifenberger dem Publikum vorzustellen, da sich seitens Axams offenbar niemand vors Mikrofon traute. Für Axams ist das normalerweise mehr als eine Ehre und stellt wohl auch einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar.

Salzburgs Jahrhundert-Fußballer hat sich vor einigen Tagen dazu enschlossen beim Tiroler-Westligisten vorerst bis Sommer 2010 das Coaching zu übernehmen. Heimo Pfeifenberger war bis vor kurzem noch Assistenztrainer von ÖFB-U-21-Coach Andreas Herzog und kümmerte sich um die besten Nachwuchskicker Österreichs und wird dieses Amt auch weiterhin ausüben. Nach dem errungenen Meistertitel in der Regionalliga West mit SV Grödig vor zwei Jahren hat der Meistermacher sich dann wenig später mit dem Salzburger Klub über eine Trennung geeinigt. Jetzt will Heimo Pfeifenberger mit SPG Axams/Götzens den Ligaverbleib in der höchsten Amateurliga Österreichs schaffen.

Der Zufall führte bei der Bestellung von Heimo Pfeifenberger als neuer Axams-Coach Regie. Christoph Westerthaler und „Pfeife“ haben sich in Tirol auf der Autobahn-Raststätte zufällig zu einem Kaffee getroffen und über die Zukunft gesprochen. Einen großen Beitrag leistet Sponsor Toni´s-Bar, der den Klub Axams tatkräftig unterstützt. Pfeifenberger selbst muss am kommenden Montag vor der Mannschaft seine erste Antrittsrede halten (er ist dieses Wochenende auf der Trainerfortbildung in Wien). „Alle müssen an einem Strang ziehen und eine Basis muss gefunden werden. Ich freue mich auf die Aufgabe“, so Pfeifenberger bei der PK. Die Kaderzusammenstellung beim Tiroler Westligisten ist noch ungewiss. Es müssen noch intensive Gespräche mit vielen Kaderspielen stattfinden. Auf Comebacker und die Rückkehr von Mittelfeldkicker Rasmus Jörgensen hofft Axams. Derzeit gehören nur 14 Spieler dem Kader an. Sieben Testspiele stehen auf dem Programm.

Drei Gründe warum Heimo Pfeifenberger beim Tabellenvorletzten SPG Axams/Götzens das Traineramt trotzdem antrat. Für Heimo Pfeifenberger war auch der Ländle-Landesligaklub Bludenz ein heißes Thema, aber „Pfeife“ entschied sich zugunsten von Axams.
1. „Ich will unbedingt wieder arbeiten und weiterkommen in meiner Karrier als Trainer.“
2. „Ich brauche noch ein halbes Jahr Praxis um die Euro-Lizenz in Angriff nehmen zu können.“
3. „Der Klassenerhalt ist fast aussichtslos und ein ganz schwieriges Unterfangen, aber gerade das macht den ganzen Reiz der Sache aus.“

Heimo Pfeifenberger kennt natürlich die Regionalliga West in- und auswendig. Er wohnt in Grödig wird aber größtenteils auch in Axams seine Zelte aufschlagen. Der Frühjahrsauftakt ist für Axams alles andere als optimal. Mit Seekirchen und Grödig warten gleich zwei Salzburger Klubs auf fremden Plätzen. Vielleicht geht es im allerletzten Meisterschaftsspiel im Derby gegen Schwaz um alles oder nichts. SPG Axams/Götzens ist ein fixer Bestandteil der Regionalliga West des letzten Jahrzehnts.

Mit Goran Milutinovic und Christian Baumgartl hat SPG Axams/Götzens in dieser Saison schon zwei Trainer gehabt, die nicht mehr dieses Amt ausüben. Lediglich drei Siege stehen für die Tiroler zu Buche. Bei möglichen fünf Absteigern fehlt Axams/Götzens schon ein Dutzend an Punkten für den Klassenerhalt. Allerdings sind die abstiegsbedrohten Teams Feldkirch, Altach Amateure und Schwaz für die Pfeifenberger-Schützlinge noch in Reichweite. 59 Gegentore in 17 Spielen des Herbstdurchganges sind für den Tabellenvorletzten Axams/Götzens auch zu viel.

Autor: Thomas Knobel
Veröffentlicht am: 22.01.2010, 10:36
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